Archiv der Kategorie 'international'

Liebe Freund*innen und Genoss*innen, liebe Mitstreiter*innen und
Weggefährt*innen.

Wir möchten Euch hiermit auf (unsere) neue Kampangne –

„ YOU CANT EVICT A MOVEMENT – YOU CANT EVICT SOLIDARITY“ – Eine
Kampagne gegen die Repression nach dem No Border Camp in Thessaloniki -
aufmerksam machen.

-eine Kampagne in Solidarität mit den (migrantischen) Häuserkämpfen
in Thessaloniki (und anderswo).

Sie ist ab jetzt offiziell mit Pressemitteilung
(https://cantevictsolidarity.noblogs.org/post/2016/10/14/1-pressemitteilung-start-der-solidaritats-kampagne-you-cant-evict-solidarity/)
gestartet. Desweiteren versuchen wir uns mit Internetpräsenz und dem
ganzen Schnickschnak, (Flyer, und Plakate im Druck) – Gehör zu
verschaffen.

Unsere Kampangne /unser Bündniss wurde nach den drei Räumungen der
besetzten Häusern in Thessaloniki und der massenhaften Inhaftierungen
von Menschen auf der Flucht und solidarischen Aktivist*innen, die sich
daran anschlossen gegründet.

Der Fokus der Kampagne ist Antirepressionsarbeit: Awareness und
Öffentlichkeit zu schaffen für die staatliche Repression,
Unterdrückung und Kriminalisierung von Aktivist*innen und politischer
Solidarität – zum einen geht’s darum Gelder aufzutreiben, um die
Tausende von Euros, die uns bevorstehen, für Prozesskosten und
Strafgelder zahlen zu können und die Betroffenen damit nicht allein zu
lassen. Zum anderen wollen wir die Kampangne nuzten ggfls. gemeinsame
Zeichen zu setzen um gestärkt aus diesem Sommer hervorzugehen.

Auf unserem Blog:

https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

sind weitere Infos zu den geräumten Häusern und Statements der
Besetzer*innen zu finden.

Wir freuen uns sehr, wenn ihr die Kampangne unterstützen würdet!

Erste praktische Unterstützung Eurerseits stellen wir uns
folgendermaßen vor:

Unterstützt die Kampangne/ den Aufruf durch Unterzeichnung/Unterstützung Eurer Gruppe(n) und macht sie zu Eurer eigenen Sache:

hier der Aufruf:

(deutsch)

https://cantevictsolidarity.noblogs.org/informationen-zur-kampagne-informations-about-the-campaign/

(english/in Arbeit)

https://cantevictsolidarityenglish.noblogs.org/news/

wenn ihr als Gruppe /oder Einzelperson den Aufruf unterzeichnen wollt
bitte mailt an: cantevictsolidarity@riseup.net

hier findet ihr weitere Vorschläge wie ihr die Kampangne unterstützen
könnt:

https://cantevictsolidarity.noblogs.org/wie-kannst-du-unterstutzen-how-to-support/

Desweiteren bestellt Flyer ,Plakate, Aufkleber und verbreitet sie in
Eurem Umfeld und darüber hinaus. Es wird in 2 Wochen gedrucktes
Material (Flyer etc.) geben was ab sofort von Euch bestellt werden kann:
wenn ihr Kampangnenmaterial bestellen wollt mailt an:
cantevictsolidarity@riseup.net

(Mengenangabe(n) + Lieferadressen nicht vergessen)

(z.Z gibt es (nur) Material (Vorabflyer/Plakate) zum Downloaden unter:

https://cantevictsolidarity.noblogs.org/material-for-download/

ansonsten , leitet diese mail weiter , verlinkt die Kampangne auf Euren
Homepages, und helft uns Texte ins englische/ griechische ggfls weitere
Sprachen zu übersetzen.

(Übersetzungen des Aufrufs in englisch sowie griechisch sind bereits in
Arbeit)

- desweiteren planen wir den Aufruf als gedruckten Flyer in deutsch
sowie englisch und griechisch drucken zu lassen – die ebenfalls
bereits Jetzt von Euch vorbestellt werden können!)

und last but not least: helft mit Spenden zu sammeln, bewerbt unser
Spendenkonto, organisiert Solipartys, Konzerte, mobilisiert zu den
anstehenden Prozessen, denkt Euch selber was aus!

Solidarität ist unsere Waffe!

Our passion for freedom is stronger than their prison!

solidarity!

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel

IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12

BIC: GENODEM1GLS

GLS Gemeinschaftsbank eG

Verwendungszweck: Cant evict Solidarity

Dear friends*

We want to inform you about a campaign that is (finally) starting
officially now: it is called YOU CANT EVICT A MOVEMENT – YOU CANT EVICT
SOLIDARITY. Its a campaign which is in solidarity with the (migrant’s)
housing struggle and squats in Thessaloníki (Greece) and everywhere. It
was founded after the eviction of 3 housing squats in Thessaloníki on
the 27th July 2016 and a mass detention of almost 100 people who were
either on the move themselves or supporting people on the move along the
Balkanroute. The focus is to raise awareness, publicity for the
repression of activists and political solidarity as well as to raise
money to fight this re*oppression by states to keep up our capacities,
energy and „freedom“ (at least not to be detained or in trial) to
continue our common struggles. We don‘t want to leave our comrades alone
with thousands of €uros, but support each other!

Therefore, infos are being gathered and provided on the blog:
https://cantevictsolidarity.noblogs.org/

Until now, most of the stuff is in german, but there will be more info
material in english and also greek. The money shall be used to pay the
costs of court and what will be needed according to the trials.

Also it would be still important and good to know, if there are
internationally more supporting crews working on that issue to connect
each other.

Soon, material such as posters and flyer can be ordered via the email
address cantevictsolidarity@riseup.net. If you want to support the
campaign by putting the name of the group under the callout and/or being
linked on the blog, also contact the email adress or tell people you
might know from the campaign.

There is a bank account to collect the money, so please spread the word,
organize solidarity parties, inform others and make anti repression work
more famous. The more we are the stronger we are.

Our passion for freedom is stronger than their prison!

solidarity!

*

Spendenkonto:

Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel

IBAN: DE93 4306 0967 4007 2383 12

BIC: GENODEM1GLS

GLS Gemeinschaftsbank eG

Verwendungszweck: Cant evict Solidarity

Kontakt:

cantevictsolidarity(at)riseup(dot)net
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08.12. | InfoVa | AZADI!

Seit dem Verbot kurdischer Organisationen und Vereine im November 1993 wurden und werden tausende Menschen kurdischer Herkunft kriminalisiert. Razzien, Vereinsverbote- und durchsuchungen, Verhaftungen und polizeiliche Aufforderungen zur Denunziation gehören zum Alltag.
Vertreter und Vertreterinnen verschiedener Menschenrechtsorganisationen, politischer Parteien, Anwaltsvereinigungen und der Kurdistan- und internationalen Solidaritätsbewegung veröffentlichten im November 1994 einen Aufruf zur politischen und materiellen Unterstützung der hier verfolgten Kurdinnen und Kurden.
Aus dieser Initiative entstand im April 1996 der Verein AZADI.

18:30 Uhr lecker veganes Essen

19:00 Uhr Vortrag über die Arbeit von AZADI e.V.

AZ Kim Hubert (altperverstraße 32/34 | 29410 salzwedel)

# no borders # no nations # just people #

# no borders # no nations # just people #

Liebe Freund*Innen und Freund*e,

wir wenden uns heute mit einem etwas ungewöhnlichen Anliegen an Euch mit
der Bitte um Eure Unterstützung.

Uns erreichen in den letzten Tagen vermehrt verzweifelte Hilferufe von
befreundeten Aktivist*Innen, die sich momentan an der kroatischen/
serbischen und slowenischen Grenze befinden, wo derzeit täglich tausende
Geflüchtete, die vor Not, Elend und Krieg geflohen sind – teilweise seit
Tagen – Hunger, Regen und Kälte ausgesetzt sind. Die Situation ist
dramatisch – es fehlt an allem.

Nachdem Ungarn seine Grenzen inzwischen komplett abgeriegelt hat, ist die
Durchreise auf der sog. Balkanroute offensichtlich noch beschwerlicher
geworden. Uns erreichen Meldungen von völlig erschöpften, ausgehungerten,
durchnässten und teilweise dehydrierten Menschen die am Ende Ihrer Kräfte
sind. Unter Ihnen viele Familien mit Kindern, die seit Tagen im Regen
ausharren.

Aus dem Wendland hatten sich vor kurzem bereits 2 Gruppen mit
AktivistInnen auf den Weg gemacht, um dort praktische Unterstützung zu
leisten.

Auch aus der Region Altmark sowie aus Hannover haben sich derzeit Menschen
zusammengefunden, die mit 4 Transportern im Aufbruch begriffen
sind, um durch die Bereitstellung von Verpflegung und technischer
Infrastruktur vor Ort konkrete Hilfe zu leisten und so die Menschen auf
der Flucht bei der Überwindung der Grenzen praktisch zu unterstützen.

Momentan dringend benötigt werden Zelte, Decken, Schlafsäcke, Isomatten,
Schuhe, Strümpfe, Regencapes und Planen – welche ab sofort beim eXchange
e.V. in Salzwedel abgegeben werden können. (dem neuen Verein in dem
Geflüchtete sowie Menschen von hier gemeinsam Geflüchtete unterstützen.)
(Altperverstr. Nr. 7 ,Öffnungszeiten: täglich zwischen 15-18.00 Uhr) Nach
wie vor können die benötigten Materialien auch weiterhin im Gasthof
Meuchefitz im Wendland abgegeben werden.

Durch die Erfahrungen unserer Freund*Innen aus dem Wendland hat sich
herausgestellt das es günstiger ist, Lebensmittel direkt vor Ort
einzukaufen, auch um mehr Platz für andere dringend benötigte Materialien
zu haben.

So hat es sich als optimal herausgestellt, u.a. schnelle mobile Küchen
einzurichten, die die teilweise völlig erschöpften Menschen vor Ort mit
Gemüsesuppen und heißen Getränken versorgen können.

Wir bitten daher alle unsere Freund*Innen uns bei unserem Vorhaben nach
Kräften und Möglichkeiten zu unterstützen und bitten Euch zu überlegen
wie und wo ihr in Eurem Umfeld evtl. Geld besorgen könnt, damit wir unser
Vorhaben verwirklichen können.

Außerdem wäre es super wenn Ihr diesen Aufruf möglichst breit streuen/
weiterleiten könntet. Also schmeißt Eure e-mailverteiler an, nehmt Eure
Telephone in die Hand, denkt Euch selber was aus, informiert Euch
,organisiert Euch, fahrt selber los.

Infos zur Situation an den Grenzen:
http://bordermonitoring.eu/
http://balkanroute.bordermonitoring.eu/

Spendenkonto:
Rote Hilfe e.V. / OG Salzwedel
KTNr.: 400 723 8312
BLZ: 430 609 67
iban: DE93 4306 0967 4007 2383 12
bic : GENODEM1GLS

GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: just people

…manche zählen Geld…

…wir zählen auf Solidarität!

*einige Freund_innen aus der Altmark und dem Wendland

*der Aufruf wird unterstützt von: Rote Hilfe e.V./ Ortsgruppe Salzwedel
und der VolXküche Hannover

--
Rote Hilfe e.V. OG Salzwedel c/o
AZ Altperverstr.34
29410 Salzwedel

salzwedel@rote-hilfe.de
http://rotehilfesalzwedel.blogsport.de

Spendenkonto:

Rote Hilfe OG Salzwedel
KTNr.: 400 723 8312
BLZ: 430 609 67

iban: DE93 4306 0967 4007 2383 12
bic : GENO­DE­M1GLS

GLS Gemeinschaftsbank eG

orts­grup­pen­treff:

Sprechstunden/ Orts­grup­pen­treff:

jeden 1. Donnerstag im Monat / Gasthof Meuchefitz (Wendland)
19.00 Uhr : Un­ter­stüt­zungs­fall­be­ar­bei­tung
[also wenn ihr Hilfe wegen Re­pres­sio­n braucht]
19.00 Uhr -open end: ak­tiv­en­tref­fen der Ortsgruppe

13.10. | InfoVa | GefangenenMassaker im Iran

Infoveranstaltung am 13.10. im Autonomen Zentrum Salzwedel im Rahmen der
Veranstaltungsrundreise zu den Hintergründen des Gefangenenmassakers im Iran 1988

Es ist bald 27 Jahre her, als es im Iran zu einer der grauenvollsten Wellen von Massenhinrichtungen des islamischen Regimes kam. Die Zeit nach 1979, in der die anti-imperialistischen KämpferInnen nach der Beseitigung der Schah-Diktatur die Luft der Freiheit atmen konnten, war nur kurz.
Eine dieser Exekutionswellen wurde – von langer Hand geplant – in ca. neun Wochen zwischen August und Oktober 1988 durchgeführt. Eine genaue Zahl der Ermordeten konnte bis heute nicht ermittelt werden. Selbst die Angaben der zuverlässigeren Quellen schwanken zwischen mehreren Tausend bis zu 30.000 Hinrichtungen nur für diese kurze Zeitspanne. Betroffen waren die Mitglieder und Anhänger der kommunistischen Organisationen. Aber auch die reformistische Linke und tausende der islamistischen Volksmujahedin, die jeweils eine Zeitlang das Mullah-Regime unterstützt haben, wurden exekutiert.
Für was standen die revolutionären Linken ?
Nach dem Sturz des Schah-Regimes Anfang 1979 bauten die Volksfedaien in zwei Republiken des Vielvölkerstaats Iran räte-ähnliche Struktuern auf kommunistischer Basis auf. Heute sind diese großen Errungenschaften in der Geschichte der revolutionären Linken nicht mehr vorhanden.
Diese befreiten Gebiete konnten vom iranischen Regime zerschlagen werden, da diese Strukturen für die damaligen imperialistischen Staaten eine Bedrohung darstellten und deshalb vom Mullah-Regime mit ausländische Unterstützung zerschlagen werden konnten.

Ab 18:30 wird es leckeres veganes Essen gegen Spende geben.

Ab 19:00 referieren:
Kamal, ein iranischer Genosse, Mitglied der damaligen Volksfedaien.
Zusätzlich wird ein Mitglied des „Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen“ die Bedeutung skizzieren, die die revolutionären Kämpfe des Iran für das Entstehen der anti-imperialistischen Bewegung in der BRD hatten.

Solidarität mit Mahmoud

ZURÜCKGEHOLT!!!

Liebe Genoss*innen,
Wir wenden uns hiermit mit einem außergewöhnlichen Anliegen hilfesuchend
an Euch alle,
da es bei uns gerade darum geht das Leben unseres kurdischen Freunds und
Genossen Mahmoud
Ako zu retten.
Mahmoud ist kurdischer linker
Aktivist, Schriftsteller und Rote Hilfe Mitglied, mit dem wir viele Jahre
zusammengearbeitet,
zusammengelebt und gemeinsam politisch aktiv waren.

Vor 3 Jahren entschloss er sich – nach mehr als 15 Jahren Aufenthalt in
Deutschland -
müde, zermürbt und resigniert von deutschen Amtsstuben und Behörden, seiner
„freiwilligen Rückreise“ nach Syrien zuzustimmen und aus der BRD auszureisen.

Mahmouds aktuelle Situation ist katastrophal, einmal aufgrund des
aktuellen Kriegszustandes
darüberhinaus ist unser Freund lebensbedrohlich erkrankt, bei ihm wurde
Nierenversagen
festgestellt so das er gezwungen ist sich alle 3 Tage einer
Dialysebehandlung zu unterziehen.
Aufgrund des eskalierenden Krieges in Syrien floh Mahmoud dann zunächst in
den Irak, von dort nun
wieder vor den Mörderbanden des IS zurück nach Rojava – wo
seine medizinische Versorgung aber nicht mehr gewährleistet ist.

Wir – einige alte Freund*innen und Genoss*innen von Mahmoud – versuchen
derzeit alles – um ihn da rauszuholen. Wir wollen unseren Freund und
Genossen wieder hier bei uns haben.
Wir sind seine letzte Hoffnung.

Inzwischen haben wir unglaublich viel solidarische Unterstützung erfahren.
Unsere Hilflosigkeit
und das Gefühl nichts tun zu können bzw. nicht zu wissen was tun? war
groß. Wir fühlen uns nun nicht mehr
Ohnmächtig sondern stellen verwundert fest, wie gut vernetzt wir
eigentlich sind.
An alle bisherigen Unterstützer*innen: Eure Solidarität
war/ist spürbar und gibt uns und unserem Genossen Mut und Kraft
weiterzumachen und nicht aufzugeben. Standen wir vor ein paar Wochen noch
vor
einer schier unlösbaren Aufgabe sehen wir nun zumindest Chancen unseren
Freund und Genossen
da rauszuholen.
Wir danken Euch!

Wir wenden uns hiermit an Euch alle und bitten Euch – uns zu helfen
unseren Genossen zurückzuholen.
Bitte Spendet – wenn ihr könnt.

SOLIDARITÄT MUSS PRAKTISCH WERDEN / SPENDET!/ SAMMELT WEITERE SPENDEN!

evîn û pisgirî

Spendenkonto zur Unterstützung von Mahmoud:

Rote Hilfe OG Salzwedel
KTNr.: 400 723 8312
BLZ: 430 609 67
iban: DE93 4306 0967 4007 2383 12
bic : GENODEM1GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG
Verwendungszweck: „ZURÜCKGEHOLT“

*etwaige Überschüsse werden wir Genoss*innen in Rojava für ähnliche Fälle
zukommen lassen.

AG „Zurückgeholt“ Rote Hilfe e.V. OG Salzwedel

Mehr Infos + Flyer zum Downloaden + Verteilen gibt’s bei:
salzwedel[at]rote-hilfe.de
rotehilfesalzwedel.blogsport.de/
mahmoud.blogsport.eu

Pressemitteilung zum abschluss der InfoTour

Salzwedel den 1.9.2014

Erfolgreicher Abschluss der bundesweiten Informationstour gegen
Nationalismus, Krieg und Repression mit ukrainisch-russischen
Antifaschist*innen

Vom 31. Juli bis zum 29. August 2014 führte eine Gruppe antifaschistischer
Aktivist*innen aus der Ukraine und aus Russland auf Initiative der Roten
Hilfe e.V. /Ortsgruppe Salzwedel eine bundesweite Informationstour durch
um mit Diskussionsabenden und einer Fotoausstellung über die politische
Situation der ukrainischen Linken seit dem Putsch Ende Februar 2014, den
darauffolgenden Wahlen und dem Kriegszustand im Süden und Osten des Landes
zu berichten. Ziel der Rundreise war es, eine alternative Sichtweise
sozialer Bewegungen aus verschiedenen Landesteilen zur Diskussion zu
stellen.
Hierzu erklärte Anton Kurtschinov, Mitglied der Delegation aus der
Ukraine: „Wir sind eine politisch heterogene Gruppe unterschiedlichen
Alters und setzen uns aus Gewerkschafter*innen, Friedensaktivist*innen und
Mitgliedern linker Gruppen zusammen. Uns eint die Gegner*innenschaft zum
Erstarken faschistischer Gruppierungen, deren Einflüsse bis in die
nationalkonservative Regierung hinein reichen, und zum Kriegszustand in
der Ukraine. Ein weiteres Ziel unserer Rundreise war, auf die staatliche
Repression, die uns als Linke aktuell widerfährt, aufmerksam zu machen und
uns mit fortschrittlichen Kräften hierzulande zu vernetzen.“
Karin Schmidt von der Roten Hilfe e.V., Ortsgruppe Salzwedel ergänzt: „Es
ist erschütternd, wie wenig beispielsweise über das Massaker in Odessa am
2. Mai 2014 berichtet wurde, beim dem viele Menschen nach einem staatlich
koordinierten, gewaltsamen Vorgehen gegen ein Protestcamp ihr Leben
verloren haben.“ Auch darüber wurde auf der Infotour ausführlich
berichtet.
Weitere Themen auf den Veranstaltungen waren staatliche Repression wie
z.B. das geplante Verbot der Kommunistischen Partei. Weitere staatlich
verordnete Verbote linker und alternativer Organisationen könnten folgen.
„Die Veranstaltungsrundreise sehen wir als Teil einer notwendigen
kritischen Gegenöffentlichkeit gegen Krieg, Nationalismus und Repression.“
wie ein weiteres Mitglied der Roten Hilfe e.V. Ortsgruppe Salzwedel
betont.
„Deutlich über 1000 Menschen nahmen an 22 verschiedenen Veranstaltungsorten
teil, um sich über die Ansichten der Delegationsteilnehmer*innen und über
die aktuelle politische Situation in der Ukraine zu informieren und mit
den Genoss*innen zu diskutieren. Auch in unserer Region (Altmark/ Sachsen
Anhalt sowie dem benachbarten Wendland) fanden gut besuchte
Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmer*innen statt.“

Ein Höhepunkt der Veranstaltungsrundreise war sicherlich die Informations
und Diskussions -veranstaltung auf dem diesjährigen „War Starts here Camp“
in Potzene in der Altmark am Mittwoch den 20.8. – welche von ca. 260
CampteilnehmerInnen besucht wurde. Das Motto des antimilitaristischen
CAMPS „War starts here – letzt stopp it here“ wurde von den
Delegationsteilnehmer*innen begrüßt. Deutliche Worte fanden Mitglieder der
Delegation auf der Veranstaltung was die Unterstützung der deutschen
Bundesregierung des Krieges gegen die eigene Bevölkerung in der Ukraine
betrifft und die Rolle die die deutsche Regierung in diesem Konflikt
spielt.

„Dass die deutsche Regierung diesen repressiven und militaristischen Kurs
unter Beteiligung extrem rechter Kräfte fördert und unterstützt, ist
einfach unglaublich angesichts des Rechten Terrors und der Repression die
uns als Linke momentan in der Ukraine widerfährt. „
Betont wurde das angesichts zunehmender Gewalt und Militarisierung der
Gesellschaften die Linke vor der Aufgabe steht eine starke und
internationale Friedensbewegung aufzubauen. Wichtig sei auch eine
Vernetzung der antifaschistischen Kräfte, die sich solidarisch aufeinander
beziehen.

Die politisch heterogen zusammengesetzte Gruppe aus der Ukraine und
Russland (die sich vorher teilweise noch nicht einmal kannten) zeigte sich
zufrieden und zog eine positive Bilanz der Rundreise.

Hierzu erklärt Anton Kurtschinov, Mitglied der Delegation aus der Ukraine:
„Wir haben unser Ziel, Gegenöffentlichkeit zu schaffen und unsere
Positionen zur Diskussion zu stellen erreicht und viele spannende, zum
Teil auch kontroverse Debatten geführt. Die Informationstour war ein
wichtiger Schritt im Aufbau einer internationalistischen Vernetzung
antifaschistischer Kräfte im Kampf gegen den Krieg und die Repression, die
der linken Bewegung aktuell in der Ukraine widerfährt. Wir möchten uns
bei allen beteiligten Initiativen für diese Möglichkeit bedanken und
freuen uns auf eine langfristige Zusammenarbeit.“

Karin Schmidt von der Roten Hilfe e.V.,Ortsgruppe Salzwedel ergänzt:
„Es war uns ein wichtiges Anliegen, einem Teil der linken Bewegung in der
Ukraine und in Russland ein Forum zu bieten und einen Beitrag zur nötigen
Gegenöffentlichkeit zu leisten, was angesichts der hiesigen
Berichterstattung und der Kooperation der deutschen Bundesregierung mit
offen faschistischen Gruppierungen dringend notwendig ist. Wir verurteilen
die anhaltende Unterdrückung linker Kräfte sowie der Pressefreiheit in der
Ukraine und wenden uns aufs Schärfste gegen geplante Organisationsverbote.“

Die Rote Hilfe e.V. OG Salzwedel bedankt sich für den Mut der Reisegruppe
trotz drohender Repression in der Ukraine uns zu berichten sowie für ihre
Einschätzungen der gesellschaftlichen und politischen Lage.
In lebensbedrohlichen Zeiten der gesellschaftlichen Umstürze wünschen wir
unseren Genoss*innen viel Kraft und Durchhaltevermögen.

Wir rufen dazu auf sich mit der entstehenden internationalen
Solidaritätsbewegung für Antifaschist*innen in der Ukraine zu vernetzen
und fordern alle fortschrittlichen Kräfte auf, gemeinsam gegen das
nationalkonservative Regime unter Beteiligung faschistischer
Kräften Position zu beziehen.

Wir fordern die sofortige Freilassung aller politischen Gefangenen und
rufen weiterhin dazu auf verfolgte Antifaschist*innen in der Ukraine
politisch und finanziell zu unterstützen.

Desweiteren fordert die Rote Hilfe e.V. OG Salzwedel von der deutschen
Bundesregierung die sofortige Anerkennung des Kriegszustandes in der
Ukraine und die damit verbundene Möglichkeit für verfolgte
Antifaschist*innen hier in der BRD Asyl beantragen zu können.

Die Rote Hilfe e.V. OG Salzwedel verurteilt die anhaltende Unterstützung der
deutschen Bundesregierung der Kiewer Junta unter Beteiligung von
Faschisten aufs schärfste.

Zur Unterstützung verfolgter Antifaschist*innen hat die Rote Hilfe e.V.
ein Spendenkonto eingerichtet:

Die Internationale Solidarität organisieren – Schafft Rote Hilfe!

Rote Hilfe e.V.

Sparkasse Göttingen
IBAN: DE25 2605 0001 0056 0362 39
BIC: NOLADE21GOE

Kontonummer: 56036239
BLZ: 260 500 01

Verwendungszweck: Antifa Ukraine

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Rote Hilfe e.V. Ortsgruppe Salzwedel